11 July 1933 p. 11/419
Vater Jacob P. Klassen wurde am 2. April, 1861 im
Dorfe Elisabettal, Süd Rußland geboren. Von Elisabettal
zogen seine Eltern nach Schönsee. Von Schönsee wanderte
er mit seinen Eltern im Jahre 1879 aus nach den Vereinigten
Staaten von Nord Amerika, wo sie sich in Marion Co.
Kansas eine neue Heimat gründeten. Er wurde auf das
Bekenntnis seines Glaubens am 19. August, 1883 von Aelt.
Jacob Buller getauft und als Glied in die Alexanderwohl
Gemeinde aufgenommen, deren treues Glied er auch bis zu
seinem Tode blieb. Am 28. Februar 1888 trat er in die
Ehe mit seiner jetzt trauernden Gattin Sara Schmidt. Im
Ehestand gelebt 45 J. 3 M. und 22 T. Er wurde Vater
über 7 Kinder 5 Söhne und 2 Töchter. Die beiden Töchter
gingen dem lieben Vater im Tode vorauf. Am 4. Juli
1931 um 11:30 nachts erkrankte er schwer am Schlag. Den
5. Juli gegen abend wurde er ins Bethesda Hospital gebracht,
wo er 4 Wochen zur Pflege und Behandlung war.
Als nicht mehr Besserung zu merken war wurde er wieder
in sein Heim überführt wo er die übrige Zeit seines Lebens
von seiner Gattin treu verpflegt wurde, welches ihm auch
sehr angenehm war. Sehr schwer erkrankte er zuletzt am 22.
Juni in der Nacht. Er entschlief sanft am 24. Juni 1933
5:40 P. M. im Alter von 72 J. 2 M. und 22 T. Es betrauern
seinen Tod, die Gattin, 5 Kinder, 16 Großkinder,
ein Bruder und viele Freunde und Verwandte. Oft sagte
er: "Von der Welt will ich nichts, sie ist tot für mich."
Sein Glaube an Jesum war fest. Er ist in seinem Leben
viel krank gewesen und durch den Schlag war er dem Leibe
nach ein Gebundener. Nun ist sein sehnliches Verlange,
erlöst zu werden, gestillt. Jesu Heiland meiner Seel, /
Laß an Deinen Brust mich fliehn; / Da die Wasser näher
rauschen / Und die Wetter höher ziehn. / Birg mich in den
Lebensstürmen, / Bis vollendet ist mein Lauf; / Führe mich
zum sichern Hafen, / Nimm dann meine Seele auf. / And're
Zuflucht hab' ich keine, / Zagend hoff ich nur auf Dich; /
Laß, o laß mich nicht alleine / Hebe Herr, und stärke mich. /
Nur zu Dir steht mein Verlangen, / Daß kein Uebel mich
erschreckt; / Mit dem Schatten Deiner Flügel / Sei mein
wehrlos Haupt bedeckt. Das Begräbnis fand statt den
28. Juni, am Mittwoch nachmittag in der Alexanderwohl
Kirche. Er hat lange und geduldig gelitten, aber endlich
kommt die Erlösungsstunde. Folgende Prediger hielten die
Leichenreden: C. C. Wedel Hiob 7, 1-4; P. H. Unruh Ev.
Joh. 20, 13; H. T. Unruh, Joh. 14, 1.
Die trauernde Witwe und Kinder.
Contact the Mennonite Library and Archives
Copyright © Bethel College
Last updated: 13 March 2008